„Zu 90 Prozent abgesagt wegen Personalmangel“: Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird auf der Hauptstraße von Abschleppunternehmen sitzen gelassen
Die Busspur in der Schöneberger Hauptstraße ist von morgens bis abends zugeparkt. Ein Abschleppunternehmen konnte dem Bezirk bisher nicht helfen. Nun setzt man auf den Umbau der Straße. Von Christian Latz.
Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg zappelt beim Thema Abschleppen derweil hilflos am Haken wie ein falsch geparktes Auto. Um die Busspur auf der Hauptstraße allmorgendlich von Falschparkern freizubekommen, hat der Bezirk ein per Vertrag mit der Bußgeldstelle der Polizei gebundenes Abschleppunternehmen regelmäßig für die Morgenstunden vorbestellt – nur um dann sitzengelassen zu werden. Die Vorbestellungen habe das Abschleppunternehmen „leider zu 90% abgesagt wegen Personalmangel“, schreibt Verkehrsstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) auf „X“, ehemals Twitter. Sie hofft auf bessere Zeiten, wenn die Straße Anfang 2024 neu aufgeteilt wird. Mit einer zeitlich unbegrenzten Busspur und einem breiten Radweg, neben dem einzigen verbliebenen Kfz-Streifen. „Die Bauplanung hat stattgefunden. Was wir jetzt noch brauchen, ist die Baustellenanordnung von der Senatsverkehrsverwaltung und gutes Wetter.“