Wo wohnen die EM-Teams?
Kein Wunder, dass da bis auf Österreich die EM-Teams lieber woanders nächtigen… Mit einem recht freundlichen „Griaß di“ empfängt das Berliner „Schlosshotel Grunewald“ die österreichische Nationalmannschaft (im 5-Sterne-Ressort kostet eine Übernachtung in der Kaiser-Suite rund 920 Euro). Hier hatte übrigens die deutsche Nationalelf 2006 residiert. Dem österreichischen Sommermärchen dürfte also nichts mehr im Wege stehen (vermutlich ein Taktik-Trick des deutschen Trainers Ralf Ragnick).
Den Heimvorteil der Region nutzt ansonsten nur (im weitesten Sinne) Kroatien: Das Team hat sein EM-Quartier im brandenburgischen Neuruppin im Vier-Sterne-Resort Mark Brandenburg, direkt am Ruppiner See, bereits bezogen (Grand Suite ab 500 Euro/Nacht). Die deutsche Nationalmannschaft nächtigt einer guten Tradition folgend in Herzogenaurach in Bayern, wie bereits zur EM 2021 und zur Nations League 2022 (die Bungalows sind für Privatpersonen nicht mietbar). Ein kleiner Gruß an den Ausstatter, bevor er ausgetauscht wird.
Und die anderen? Sind mehr oder weniger gleichmäßig über die Republik verteilt: Mit sechs Teams führt NRW die Liste der Mannschaftsquartiere an (Italien, Albanien, Slowenien, Frankreich, Portugal, Georgien). Fünf Teams residieren in Bayern (Deutschland, Ungarn, Schottland, Serbien, Rumänien), vier in Baden-Württemberg (Schweiz, Spanien, Dänemark, Belgien), drei in Niedersachsen (Polen, Niederlande, Türkei), jeweils ein Team in Brandenburg (Kroatien), Thüringen (England), Rheinland-Pfalz (Slowakei), Hessen (Ukraine), Berlin (Österreich) und Hamburg (Tschechien).
Zumindest namentlich auf sportliche Höchstleistungen hoffen lassen die Hotels von Deutschland (adidas Home Ground), Albanien (SportCentrum Kaisierau) und der Türkei (Sporthotel Fuchsbachtal).
Eher gemütlich-beschaulich kommen da die Unterkünfte von Ungarn, Schweiz, Schottland, Spanien, Slowenien und Portugal daher: Hotel Tannenhof, Waldhotel in Degerloch, Hotel Obermühle, Öschberghof, Hotel „Das Vesper“ und Hotel Klosterpforte. Klingt eher nach Konfirmation als nach Kadertraining.