Erfinder der Weltzeituhr ausgezeichnet
Man kann es sich kaum vorstellen, erst recht nicht in diesen Zeiten, in denen man das Pflaster unter seinen Füßen lieber schnell hinter sich lässt. Aber es stimmte ja: Der Alexanderplatz war mal ein Ort des Verweilens; ein Ort an dem man eine Weile die Zeit stehen lassen konnte. Am liebsten an einem Ort, an dem sich die Zeit am schwungvollsten immer weiter drehte: der Weltzeituhr. Das mondän designte Räderwerk war in Berlin, Hauptstadt der DDR, Treffpunkt einer Welt, die nicht in alle Welt reisen konnte. Aber umso mehr davon träumte beim Blick auf die Zeiten im Fernen Osten oder im noch ferneren Westen, der eigentlich gleich um die Ecke lag.
Am Freitag nun hat Erich John, der nahezu unbekannte Uhrenmacher von Berlins bekanntester Uhr, ein Bundesverdienstkreuz erhalten. Ein gefühlvolles Porträt über ihn finden Sie hier, unsere Erinnerungen an die Uhr am Alex, die sich wie die DDR um sich selbst drehte, dabei aber nie stehen blieb, lesen Sie hier. Zeiten gibt‘s, die vergehen nicht.