Polizeischarade nach G20-Gipfel

Nach dem überwältigenden Erfolg des G-20-Gipfels in der „Hauptstadt Hamburg“ („Der Spiegel“) werden immer neue Details der perfekten Organisation der Sicherheitsbehörden bekannt. So konnte die Hamburger Polizei endlich glaubwürdig Gerüchten entgegentreten, sie habe sich wegen auf Dächern postierter Steinewerfer nicht ins brennende Schanzenviertel getraut - dafür gibt es nun gar keine Beweise (via „Spiegel online“). Dumm nur, dass die Polizei selbst diese Gerüchte gestreut hatte. Auch Berlins Landeskriminalamt leistet Aufklärung in bester Schreddertradition. Wurde ja auch Zeit, dass angeblich belastende Informationen über Journalisten und Fotografen aus deren Jugendtagen jetzt aus den Akten gelöscht wurden - wegen dieser waren die Reporter beim G-20-Gipfel auf einer schwarzen Liste gelandet und ausgeschlossen worden (via ARD; Hintergründe dazu hier). Dumm nur, dass die Journalisten mit Hilfe dieser dokumentierten Behördenvorgänge gerade die Behörden verklagen wollten. Ja, selbst das Aufräumen nach dem Gipfel läuft perfekt. Oder um es mit Hamburgs Hauptstadt-Bürgermeister Olaf Scholz zu sagen: „Die Polizei hat alles richtig gemacht.“