Wohn-Albtraum Berlin: Durchschnittsverdiener finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum in Berlin

Es sind vor allem diejenigen, die in Berlin für Sicherheit, Pflege oder Bildung sorgen, die sich das Leben in der Hauptstadt kaum noch leisten können. Von Anke Myrrhe und Margarethe Gallersdörfer.

Wohn-Albtraum Berlin: Durchschnittsverdiener finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum in Berlin
imago images / photothek

Wer kann sich Wohnen in Berlin noch leisten? Die, die die Stadt am Laufen halten, nicht mehr wirklich.
Eine exklusive Datenanalyse des Tagesspiegel Innovation Lab zeigt: Pflegekräfte, Lehrer, Busfahrerinnen – sie können auf dem Berliner Mietmarkt kaum noch mithalten. So kann sich eine Rettungssanitäterin mit 30 Prozent ihres typischen Nettogehalts in 59 Prozent der Kieze die Angebots-Kaltmieten für eine Single-Wohnung nicht mehr leisten. Für Pflegehelfer sind es sogar 67 Prozent.

Glücklich, wer schon lange da wohnt, wo er jetzt ist: Die Bestandsmieten liegen drastisch unter den neuen Angeboten. In Alt-Rixdorf in Neukölln zum Beispiel: Im Schnitt 378 Euro kalt im Bestand für 50 Quadratmeter, 1057 Euro im Schnitt bei Neuvermietung –  mehr als doppelt so viel.

Dass sich das ändert? Nicht absehbar. In keiner der sieben größten deutschen Städte sind die Angebotsmieten seit 2013 stärker gestiegen als in Berlin, die Kurve geht auch 2025 weiter nach oben.

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