Insider berichtet: Verzögert sich der Ersatzneubau der Elsenbrücke?

An der Elsenbrücke verzögern sich die Bauarbeiten. Es bleibt unklar, ob der Eröffnungstermin im Dezember gehalten werden kann. Die Berliner FDP fordert Schichtbetrieb rund um die Uhr. Von Christian Latz.

Insider berichtet: Verzögert sich der Ersatzneubau der Elsenbrücke?
Foto: Imago / Schöning

Als Lösung für die Verkehrsprobleme am Treptower Park durch die A100-Verlängerung hoffen Senat und Bund vor allem auf ein Ende der Bauarbeiten am Nadelöhr Elsenbrücke. Nur was, wenn sich auch die verzögern? Dafür gibt es nach Checkpoint-Informationen Anzeichen von der Baustelle. So hätte eine Baufirma im Auftrag der Telekom eigentlich schon vor sechs Wochen damit beginnen müssen, die Abhängung für die Leitungen unter dem neuen westlichen Brückenteil zu montieren, berichtet ein Insider. Starten sollen die Arbeiten jetzt erst am Montag. Dabei steht schon der Kran an der Baustelle bereit, der die Brückenstücke einsetzen soll – und nun warten muss.

Welche Auswirkungen die Verzögerungen am Bau für die Fertigstellung des westlichen Brückenteils haben und ob die Eröffnung Ende Dezember noch zu halten ist, konnte die Verkehrsverwaltung am Donnerstag zunächst nicht beantworten. Dafür lieferte sie den Zeitplan für den Ersatzneubau der Elsenbrücke. Sobald die westliche Brücke über die Spree fertig ist, gibt es für Autofahrer wieder „bis zu drei Fahrstreifen“ je Richtung – allerdings nur temporär. Denn sobald dort alles fertig ist, beginnt der Rückbau der Behelfsbrücke, um auch den östlichen Brückenteil errichten zu können. Einen genauen Termin gibt es noch nicht, heißt es von der Verkehrsverwaltung. Ab Mitte 2026 könnte es jedoch so weit sein. Für Autofahrer gibt’s dann wieder nur noch insgesamt drei Spuren – für beide Richtungen. Besser wird’s dann erst wieder Ende 2028.

Der Berliner FDP geht das alles nicht schnell genug. „Der Senat soll alle Möglichkeiten nutzen, die Fertigstellung der Brücke 24 Stunden am Tag an sieben Tagen der Woche zu ermöglichen“, fordert der Berliner Generalsekretär Peter Langer. Dass es bei Berlins Infrastrukturprojekten so langsam vorangehe, sei „politische Faulheit“. Vom Regierenden Kai Wegner und seinem Senat verlangt er „Leistungsbereitschaft, Tempo und Ergebnisse“. Immerhin die FDP produziert noch fleißig Forderungen.