So wenige Touristen in Berlin wie seit 2004 nicht mehr
Die aktuellen Tourismus-Zahlen für Berlin sind da und sie sind erwartungsgemäß schlecht. Nicht alle wird das stören. Und was war eigentlich 2004? Von Robert Ide
In Berlin in die Leere gehen – das ging viele Jahre nicht in unserer Stadt, die ihr eigenes Wachstum in sich hineinfrisst. Jetzt aber ist plötzlich Platz auf den Bürgersteigen (falls nicht wieder ein Leihroller umgefallen ist) und vor den Fernseh-, Funk und Wassertürmen. Denn so wenige Touristinnen und Touristen wie derzeit (2,7 Millionen Gäste im ersten Halbjahr; via dpa) gab es in der Hauptstadt zuletzt 2004. Da zählte die Stadt im gesamten Jahr 5,9 Millionen Gäste und 13,2 Millionen Übernachtungen, „damals war das noch ein Rekord“, wie Christian Tänzler von „visitBerlin“ am Checkpoint-Telefon erzählt. In den Sommer-Charts liefen 2004 übrigens „Die perfekte Welle“ von Juli und „Lebt denn der alte Holzmichl noch?“ von De Randfichten (Video für hartgesottene Holzfäller hier). Offenbar haben die Leute damals gerne Urlaub an der Ostsee und im Erzgebirge gemacht – wie dieses Jahr eben. Und wie geht’s Berlin damit? Ja, es lebt noch.