Tassen besonders begehrt: Berlins Studierendenwerk zahlt jährlich 200.000 Euro für Geschirr-Ersatz
Berlin hat nicht mehr alle Tassen im Schrank: Die werden besonders häufig aus den Mensen geklaut. Der regelmäßige Geschirr- und Besteckschwund ist teuer und kein Einzelfall. Von Jessica Gummersbach.
Bitte alle den Löffel abgeben: In vielen Mensen verschwindet massenhaft Geschirr und Besteck. In Mainz fehlen Hunderte Pommes-Schälchen, in niederbayerischen und oberpfälzischen Mensen mussten seit 2023 mehr als 50.000 Besteckteile nachbestellt werden (Q: FAZ, Spiegel).
Und auch Berlin hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Auf Checkpoint-Nachfrage bestätigte das Studierendenwerk „regelmäßigen Geschirr- und Besteckschwund“, besonders häufig fehlten Tassen. Die Wiederbeschaffung koste jährlich rund 200.000 Euro. Die Gegenmaßnahmen wirken etwas resigniert: Aufsteller in den Mensen, gelegentliche Geschirrsuche in den Gebäuden. Nach der vorlesungsfreien Zeit sei eine Kommunikationskampagne geplant – vorherige hätten aber bislang nur mäßigen Erfolg gehabt.
Checkpoint-Tipp für Studierende: Aktuell läuft die dritte und letzte Versteigerung der Rogacki-Insolvenzmasse. Unter anderem kommt Geschirr unter den Hammer (metaphorisch!) – außerdem Prosecco, eine Knochensäge und haufenweise Brechbohnen.