Von der Börse an die Bar: Was die Berliner CDU-Fraktion in Frankfurt macht
Die Berliner CDU verbringt das Wochenende in Frankfurt. Zunächst geht’s zur Börse, dann wird gemeinsam Fußball geschaut, bevor der erste Abend an der Bar (zum selbst zahlen) endet. Von Lorenz Maroldz
Falls Sie vorhaben sollten, an diesem Freitag um 7 Uhr mit dem ICE 835 von Berlin Hbf nach Frankfurt am Main zu fahren, hier ein wichtiger Hinweis: Dort sind einige Plätze von müden, aber sicher gut gelaunten Mitgliedern der Berliner CDU-Fraktion besetzt.
Und was machen die in Frankfurt? Na, das schauen wir uns doch mal genauer an…
Freitag: Als erstes geht die Berliner CDU an die Börse – aber nicht, dass Sie jetzt denken, Sie könnten Ihr Erspartes in Kai-Wegner-Aktien investieren, nein: Die Fraktion trifft nur den künftigen Börsen-Chef Stephan Leithner. Nach dem Essen in der Villa Gans geht’s im Dorint-Saal „Oberursel“ an die Arbeitspapiere - u.a. sollen „Zehn Schritte für ein sauberes Berlin“ beschlossen werden (wir tippen mal: zwei nach vorn, zwei zurück, drei nach links und drei nach rechts). Unter dem Motto „Ei Gude!“ schaut am Nachmittag Hessen-MP Boris Rhein vorbei, und nach dem Spanien-Spiel in der EM-Lounge geht’s an die Ludwig-Wilhelm-Bar (Sie müssen aber keine Angst um ihr Steuergeld haben – das geht „auf Selbstzahlerbasis“).
Sonnabend im Schnelldurchgang – es beginnen die „Gruppenphasen“: Die einen schauen sich einen echten Flughafen an, die anderen fahren zum DFB, um „Berlin, Berlin, das Pokalfinale bleibt in Berlin“ zu skandieren und sich Autogramme von Uwe Bein geben zu lassen. Eine dritte Gruppe lässt sich in Sachen IT und KI vom hessischen Justizminister Christian Heinz beraten, schaut in der Paulskirche, im Römer-Kaisersaal und in der Villa Rothschild vorbei. Danach: Arbeitsgruppentreffen!
Sonntag: Zum Wachwerden gibt’s „Impulse“ von Extremismus-Experte Ahmad Mansour und Susanne Schröter vom Forschungszentrum Globaler Islam, zum Wiedereindösen eine Aussprache u.a. zum „Tag gegen Einsamkeit“ und Vorträge zum „Finanzpolitischen Zukunftskonzept des Senats“. Dann: Zusammenfassung, Essenfassung, Kofferfassung – und Abfahrt. Für die Lieben daheim (sofern sie nicht sowieso dabei sind) bitte an den Ebbelwoi-Bembel denken!