Berliner Polizeimeldungen
Es ist aber auch sehr dumm, dass Kinder sich ständig von Autos anfahren lassen … Könnte man denken, wenn man Berliner Polizeimeldungen liest. Da radelt ein Elfjähriger am Sonnabendnachmittag in Marienfelde VOR EINEM PARKEINGANG – aber laut Polizei „unvermittelt“ – vom Gehsteig auf die Straße, wird von einem fast 90-jährigen Autofahrer „erfasst“ (wir sagen: angefahren) und schwer an Kopf und Bein verletzt.
Eine zweite Meldung aus der vergangenen Woche genießen Sie bitte in voller Länge: „Gestern Vormittag kam es zu einem Verkehrsunfall in Friedrichshain, bei dem sich ein Kleinkind Verletzungen zuzog. Der Dreijährige soll gegen 9.30 Uhr unvermittelt hinter einem haltenden Linienbus auf die Fahrbahn der Straße Alt-Stralau gerannt sein. Eine 45-jährige Autofahrerin, die die Straße in Richtung Elsenbrücke befuhr, hat zwar nach bisherigen Erkenntnissen die Höchstgeschwindigkeit eingehalten, konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig bremsen.“
Na, wenn sie die Höchstgeschwindigkeit eingehalten hat! Da sind wir kulant in der Autostadt Berlin. Kulanter als die Straßenverkehrsordnung: „An Omnibussen des Linienverkehrs, an Straßenbahnen und an gekennzeichneten Schulbussen (…) darf, auch im Gegenverkehr, nur vorsichtig vorbeigefahren werden.“ Huuup …