Was eine Rollstuhlsportlerin in Tegel erlebte

Langsam muss Berlin wohl seinen ach so tollen City-Airport umbenennen – in Flughafen Flegel. Hier ist nicht nur die Gepäckabfertigung am Boden (Checkpoint von gestern), sondern auch die Stimmung bei den überforderten Mitarbeitern. Anders ist nicht zu erklären, wie die amerikanische Tennisspielerin Dana Mathewson, die zu den German Open im Rollstuhltennis angereist war, am Montagabend hier behandelt worden ist. Zunächst musste die Gehandicapte eine Dreiviertelstunde im Flugzeug warten, bis sie abgeholt wurde. Dann waren ihre Koffer mit wichtigen Medikamenten gegen ihre Autoimmunkrankheit und Teile ihres Rollstuhls verschwunden. Auf Nachfragen wurde ihr vom genervten Personal beschieden, die Sache werde „mindestens fünf Tage dauern“; schließlich sei dies hier keine Märchenstunde und sie sei nicht Cinderella. Schade, denn Aschenputtel hatte ihren verlorenen Schuh schneller wieder.