Wohnen für (fast) alle

Ist das Wohnungsbündnis noch zu retten? Nachdem die Adler Group (18 000 Wohnungen in Berlin) das „Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen“ verlassen hat (um die Mieten zu erhöhen), ist die Stimmung ähnlich wie bei den Wohnungssuchenden in der Stadt (Benjamin Blümchen hätte jedenfalls kein Zitat dafür). In der Stadtentwicklungsverwaltung bemüht man sich um Ruhe: „Wir gehen nicht von weiteren Austritten aus“, teilte uns der Sprecher von Christian Gaebler (SPD), Martin Pallgen, gestern mit, ohne aufzuführen, wie man zu dieser Annahme kommt.

„Die Vereinbarungen im Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen sind Selbstverpflichtungen, deren Einhaltung von den Partnerinnen und Partnern zugesichert worden ist und gegenseitig erwartet wird“, sagt Pallgen. „Die Umsetzung der Selbstverpflichtungen liegt in der Verantwortung der Bündnispartnerinnen und -partner.“ Oder wie es Sevim Aydin, Sprecherin für Wohnen und Mieten für die SPD im Abgeordnetenhaus, formuliert: „Ansonsten hat das Bündnis keinen Mehrwert.“ Wie es den dennoch haben könnte, ist allerdings völlig offen. Genauso wie die meisten Wohnungsgesuche.