Berliner Intensivpfleger schlägt Alarm

Und wie geht es den Menschen, die uns helfen? Ricardo Lange, Intensivpfleger aus Karlshorst, berichtet ab Sonnabend wieder im Tagesspiegel wöchentlich von seinem Alltag auf einer Berliner Corona-Station. Zur derzeitigen Lage erzählt er: „Auf meiner Intensivstation liegen mittlerweile zwei Drittel Covid-Patienten, ich renne von einer Bauchlagerung zur nächsten – das machen wir, um die Lungen besser zu belüften – und habe keine Zeit, die vorgeschriebenen Tragepausen für FFP3-Masken einzuhalten. Das Material wird wieder knapper, Kollegen aus anderen Häusern berichten, ihre Masken würden mit Dampf wiederaufbereitet. Neulich ist mir während einer Intubation eine gerissen, zum Glück war mein Test negativ. Aber wir lernen dazu, wissen jetzt, dass es hilft, bei Covid gleich Kortison zu geben, damit die überschießende Immunantwort kein körpereigenes Gewebe zerstört. Und die meisten unserer Corona-Patienten verlassen die Station genesen.“ Gute Besserung, auch dem Gesundheitssystem!