Laufen den Berliner Bezirken die Verordneten davon? Bereits 27 BVV-Austritte im ersten Jahr nach der Wahl

Allein vier Austritte aus der Bezirksverordnetenversammlung meldet Steglitz-Zehlendorf. Und das in den letzten drei Monaten. Die Folge: Munteres Stühlerücken. Von Daniel Böldt

Laufen den Berliner Bezirken die Verordneten davon? Bereits 27 BVV-Austritte im ersten Jahr nach der Wahl
Vier von berlinweit insgesamt 27 BVV-Austritten hatte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf in den letzten drei Monaten zu verzeichnen. Foto: Imago/Joko

Nanu, laufen den Bezirken etwa die Verordneten davon? Allein in Steglitz-Zehlendorf gaben von Juli bis September vier von 55 Verordneten ihr Mandat ab (drei von den Grünen, einer von der FDP). Insgesamt kamen den Bezirken im ersten Jahr nach der Wahl schon 27 Verordnete abhanden, auch hier liegen die Grünen mit zwölf Austritten vorn.

Ein paar der Fälle haben banale Gründe – so kann wer Mitglied eines Bezirksamts wird, nicht in der Bezirksverordnetenversammlung bleiben und scheidet zwangsläufig aus. Auch sonst gibt es sicher triftige Gründe, ein politisches Amt niederzulegen. Dennoch: Allzu bunt mit dem Stühlerücken sollten es die Verordneten nicht treiben. Schon Konrad Adenauer wusste schließlich: „Gewählt ist gewählt.“