Wenn Versorger dieselbe Straße immer wieder aufgraben

In Berlin sollen verschiedene Leitungen zusammen verlegt werden, damit die Straße nicht mehrmals aufgerissen wird. In Britz hat das nun gar nicht geklappt.

Wenn Versorger dieselbe Straße immer wieder aufgraben
Foto: Sabine Bangert

Ein ziemliches Kuddelbuddel sind ja Berlins Baustellen. Zum Beispiel in der Parchimer Allee in Britz, wo binnen Jahresfrist zum dritten Mal ein ziemlicher Aufriss der Straße gemacht wird (Beweisfoto von Sabine Bangert hier). Eigentlich gilt in Berlin zur besseren Aufgrabenverteilung ein sogenanntes Aufgrabeverbot (Details hier), doch das scheint hier im Sande zu versickern. Allein die Wasserbetriebe haben nach eigenen Angaben in der Straße vier Baustellen. Welche Abschnitte diese betreffen, weiß die Zentrale jedoch nicht zu sagen, weil die Bauleiterin im Urlaub ist. Eine Schippe drauf kommt nun noch wegen „einer nicht geplanten und nicht planbaren Maßnahme der Stromnetz Berlin“, wie Christian Berg, Sprecher des Bezirksamts Neukölln, verrät. „Hintergrund ist eine Havarie im Stromnetz.“ Tja, gegen den Strom lässt sich nicht schwimmen. Gegen Wasser und Gas auch nicht. Die grüne Abgeordnete Sabine Bangert ist inzwischen ziemlich bedient. Klar müssten Bauarbeiten sein, aber wenn die Straße immer wieder aufgegraben werde, „ist das gerade für die vielen älteren Menschen und die Familien im Kiez eine ziemliche Belastung".