Morddrohungen gegen Staatssekretärin Sawsan Chebli: „Ich bin entspannt und lasse mich nicht einschüchtern“
Staatssekretärin Sawsan Chebli erhielt Morddrohungen – Dem Checkpoint gegenüber erklärt sie nüchtern: „Ansonsten habe ich Anzeige erstattet.“ Von Robert Ide
Berlins Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) muss schon lange mit Bedrohungen und Beleidigungen leben. Nach der von ihr organisierten Verleihung des „Farbe Bekennen“-Awards für in Deutschland engagierte Flüchtlinge erhielt sie sogar Morddrohungen. „Auch du Negerliebhaberin hast es auf unsere Todesliste geschafft und hast hiermit offiziell den dritten Platz eingenommen. Keine Regierung dieser Welt wird dich vor unserem Attentat bewahren können, denn dein Leben ist ihnen nichts wert“, heißt es in einem Schreiben von selbst ernannten „Soldaten der Cyberreichswehr“. Am Montag machte Chebli die Drohung auf Twitter öffentlich, verbunden mit dem Bekenntnis: „Ich lasse mich von Euch Nazis nicht einschüchtern, werde weiter meine Stimme erheben, mich für Vielfalt einsetzen.“ In den sozialen Netzwerken, aber auch persönlich erhielt sie dafür viel Zuspruch. „Ich bin entspannt und lasse mich nicht einschüchtern“, erklärt Chebli auf Checkpoint-Nachfrage. „Ansonsten habe ich Anzeige erstattet.“ Sawsan Chebli macht klar, was allen klar sein muss: Wer anderen Menschen droht, bedroht uns alle.