Gebührenbescheid mit 3,5 Jahren Verspätung: Die unendliche Bearbeitungszeit der Berliner Feuerwehr
Wenn die Feuerwehr anrückt, kann es teuer werden. Doch Einsatzrechnungen werden teils stark verspätet gestellt – mit Folgen für die Betroffenen. Von Ann-Kathrin Hipp.
Tatütata – die Feuerwehr ist da. Oder auch nicht? So schnell die Retter in Notsituationen auch sind, so langsam sind sie in der Verwaltungsarbeit. „Trotz meines Dankes an die Feuerwehr, die 2017 bei uns einen überfluteten Keller leergepumpt hat (kostenpflichtig, gar keine Frage) habe ich mich schon geärgert über den nach 3,5 Jahren eintreffenden Gebührenbescheid“, schreibt CP-Leser Uwe Goetze. „Unsere Versicherung hat jedenfalls die Akten schon lange geschlossen, sodass eine Abrechnung dort nicht mehr möglich ist.“ Die Feuerwehr selbst verweist auf Nachfrage auf die „angespannte Personalsituation im zuständigen Fachbereich“. Eine Statistik über die durchschnittliche Bearbeitungszeit werde nicht geführt. Allerdings befänden sich – Stand jetzt – allein im Bereich der Technischen Hilfeleistung rund 13.287 Feuerwehreinsätze aus den Jahren 2017 bis 2020 „in der Bearbeitung und Prüfung, ob für diese Einsätze Gebühren erhoben werden müssen“. Da bleibt sich Berlin verwaltungstreu.