Umstellung der BVG-Busflotte: Kostenvergleich zwischen Diesel- und Elektro-Bussen

Die BVG will vermehrt auf auf E-Antrieb umsteigen. Nicht nur sind E-Busse leiser und sauberer, sondern auch deutlich günstiger im Verbrauch als ihre Dieselkollegen. Von Stefan Jacobs.

Umstellung der BVG-Busflotte: Kostenvergleich zwischen Diesel- und Elektro-Bussen
Foto: Picture Alliance / dpa / Michael Kappeler

Rund zwei Milliarden Euro soll die sukzessive Umstellung der BVG-Busflotte auf E-Antrieb kosten (wobei mehr als die Hälfte der Summe in die Betriebshöfe investiert wird). Und wie sieht’s mit den Treibstoffkosten aus? Ein Fall für Mathe mit dem Checkpoint: Ein 12-Meter-Linienbus braucht etwa 40 Liter Diesel oder 115 Kilowattstunden Strom für 100 Kilometer Stadtverkehr. Bei den aktuellen Energiepreisen ergibt das knapp 70 Euro für den kleinen Dieselbus und etwa 40 für den elektrischen. Bei 1500 Dieselbussen mit jeweils 200 Kilometern am Tag würde die BVG pro Jahr demnach rund 77 Millionen Euro vertanken – oder für 44 Millionen Euro Strom laden bei einer komplett elektrifizierten Flotte. Da Schlenkis und Doppeldecker deutlich mehr verbrauchen als die Kurzen und die BVG beim (Industrie-)Strompreis höheren Rabatt bekommen dürfte als beim Diesel, wird der reale Preisvorteil der E-Flotte eher noch größer.