Wo war Bonde?
Eine Spannungskaskade gab’s gestern auch beim Termin „Berliner S-Bahn begrüßt tausendsten neuen Lokführer“: Erwartet wurde Verkehrssenatorin Ute Bonde, die dazugehörige Pressemitteilung war schon fertig („...gratulierte persönlich...“) - doch die Senatorin kam und kam nicht, niemand konnte sie erreichen, und nach einer halben Stunde Wartezeit fuhr die Bahn dann ohne sie zur Ausbildungsstätte in der Werkstatt Schöneweide.
Na, was meinen Sie, wo steckte Ute Bonde?
1. im Autostau
2. im Schienenersatzverkehr
3. in einem anderen Termin mit dem Tagesspiegel
Die Antwort finden Sie hier auf diesen schönen Bildern von und mit Anke Myrrhe. Und die dazu gehörende Geschichte geht so:
Ute Bonde war zum gleichen Zeitpunkt auf dem Betriebshof der BVG in Lichtenberg und hörte zu, was Sören Weltzin zu sagen hatte. Der Gewaltpräventions-Coach von dolife zeigte 16 Schülerinnen und Schülern der Ernst-Haeckel-Oberschule aus Hellersdorf, wie sie in heiklen Situationen im öffentlichen Nahverkehr reagieren können. Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Tagesspiegel macht Schule – reflektiert & couragiert“ statt, in dem Jugendliche Medienkompetenz und Zivilcourage lernen. „Stopp“, schrie die Achtklässlerin Larissa derart laut in der stehenden Tram, dass auch Bonde zusammenzuckte. „Super gemacht“, sagte Weltzin. „Jetzt hast du die Aufmerksamkeit aller Fahrgäste. Und der Kerl traut sich sicher nicht mehr an dich heran.“ Bonde, beeindruckt, resümierte: „Ich habe hier noch etwas gelernt“ – vermutlich auch, dass bei zwei gleichzeitig stattfindenden Terminen in Zukunft jemand rechtzeitig „Stopp“ rufen sollte.