Lea Rosh hält Scholz‘ Händedruck für Abbas für unentschuldbar

Apropos schwere Fehler: Die Vorsitzende des Förderkreises Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Lea Rosh, wendet sich an den Bundeskanzler. Olaf Scholz hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas noch die Hand geschüttelt, nachdem dieser behauptet hatte, Israel habe „50 Holocausts“ an Palästinensern begangen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit hatte die Pressekonferenz nach Abbas‘ Aussage beendet, als wäre nichts und sich dafür gestern dann entschuldigt. Rosh meint: „Die Verantwortung allein auf seinen Sprecher abzuwälzen reicht nicht, selbst wenn dieser die Pressekonferenz für beendet erklärte. Der Kanzler selbst hätten reagieren müssen. Dass er das nicht tat, ist unentschuldbar.“ Nun steht Olaf Scholz kaum in Verdacht, die Holocaustrelativierungen von Abbas nicht abzulehnen. Aber in was für einem enggeschnürten Korsett muss er stecken, um diesem danach die Hand zu reichen?