Wie Bus-Überholmanöver Radfahrer gefährden
Post zum Unfall mit einem BVG-Bus (CP von gestern): Mehrere Leser berichten von ähnlichen Situationen, in denen sie von Busfahrern auf dem Rad bedrängt wurden. Anfang Juli wurde zum Beispiel CP-Leser Erik Lindner in einem Baustellenbereich auf der Reichenberger Straße in Kreuzberg von einem Bus der Linie 140 mit einem so geringen Abstand überholt, dass er beinahe gestürzt wäre. Ein Polizist, den er darauf aufmerksam machte, soll gesagt haben, die vorgeschriebenen 1,50 Meter Abstand seien an dieser Stelle eben nicht einzuhalten. Und die BVG? Die reagierte auf Lindners Mail-Beschwerde lediglich mit einer automatisch generierten Antwort.
Auch der „Kurier“ widmet sich heute auf seiner Titelseite dem „Risiko Busspur“: Der 32-jährige Ataul wurde auf dem Kudamm „vom Rad in den Rollstuhl“ manövriert, weil ein Bus der Linie M19 ihn rammte. Diagnose: drei Brüche am Fuß, Prellungen und Schürfwunden. Übrigens: Meine Kollegen vom Tagesspiegel Innovation Lab testen mit ihren für das Projekt „Radmesser“ entwickelten Sensoren derzeit, mit welchem Abstand E-Scooter-Fahrer von Pkw überholt werden. Meine Prognose: genau wie Radfahrer, nämlich viel zu eng.