Briefwahlunterlagen von Auslandsdeutschen werden prioritär behandelt
Viele Berlinerinnen und Berliner, die temporär im Ausland leben, stellt die Neuwahl des Bundestags am 23. Februar wegen des kurzen Briefwahlfensters vor enorme Probleme. Von Christian Latz.
Zahlreiche Deutsche, die im Ausland leben, oder auch nur für eine Weile dem kalten Winter hierzulande entfliehen, stellt die vorgezogene Neuwahl zum Bundestag vor enorme Probleme. Bei dem kurzen Zeitfenster für die Briefwahl von maximal gut zwei Wochen dürften etliche Stimmzettel aus Teneriffa, Kapstadt oder den USA nicht rechtzeitig in den Urnen in Deutschland landen (CP von Montag). Ein wenig Hoffnung macht Berlins Landeswahlleiter Stefan Bröchler. „Sendungen ins Ausland werden mit Priorität behandelt und so früh wie möglich verschickt“, sagte er dem Checkpoint. „Es ist daher sehr wichtig, dass die Anträge auf Wahlscheine von Auslandsdeutschen so früh wie möglich beim zuständigen Bezirkswahlamt vorliegen.“ Am Ende gilt jedoch, was das Auswärtige Amt einem klagenden Auslandsdeutschen erwiderte: „Ein Leben im Ausland ist immer damit verbunden, dass eine politische Partizipation in der Bundesrepublik erschwert wird.“