Hakenkreuzaffäre im Jugendamt: Zeugen werden gehört
Und damit zu anderen Themen des Tages:
Sie erinnern sich an die Hakenkreuzaffäre im Jugendamt Pankow? Vor genau zwei Jahren hatte der Checkpoint darüber berichtet, dass eine Leitende Angestellte laut Aussagen von Mitarbeitenden ein Hakenkreuz-Tattoo auf dem Arm trägt. Vor einem Jahr dann teilte das Bezirksamt seine Erkenntnisse mit: Das tätowierte Symbol sei harmlos, weil die Haken nach links zeigten. Und wieder ein Jahr später, also heute, lädt das LKA nach Checkpoint-Informationen die Zeugen aus dem Bezirksamt zur Vernehmung vor. Einstweilen orientieren wir uns bei der Beurteilung des Falls weiter am Künstler Martin Kippenberger („Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz erkennen“) und am Dichter Ernst Jandl, der bereits 1966 in seinem Gedicht „lichtung“ visionär feststellte:
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum
Vorhersage: Das Verfahren wird noch so manchen Haken schlagen.