„Büttenrede zum politischen Aschermittwoch“: „NOlympia“ empört über amtliche Kostenschätzung für das Volksbegehren

Was die Rücknahme der Olympia-Bewerbung kosten würde, wollte das Bündnis „NOlympia“ von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport wissen. Die Antwort fiel nicht hilfreich aus. Von Jessica Gummersbach.

„Büttenrede zum politischen Aschermittwoch“: „NOlympia“ empört über amtliche Kostenschätzung für das Volksbegehren
Foto: dpa / Michael Kappeler

Zum Sport: Vor zwei Monaten hat das Bündnis „NOlympia“ bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport eine amtliche Kostenschätzung für das Volksbegehren „Für Berlin – gegen Olympia“ beantragt. Die Antwort liegt nun vor – und das Bündnis ist maximal empört. Die Kostenschätzung gleiche eher „einer Büttenrede zum politischen Aschermittwoch“ als einer seriösen Analyse.

Schauen wir mal rein: Die Verwaltung schätzt, dass die Rücknahme der Bewerbung Verwaltungskosten vonbis zu einer Million Euro“ verursachen würde. Der Hauptstadt würden zudem Investitionen im einstelligen Milliardenbereich und langfristige wirtschaftliche Effekte entgehen. Außerdem sei ein „erheblicher internationaler Imageverlust“ zu erwarten. Gleichzeitig heißt es, eine „belastbare, berlinbezogene Gesamtkalkulation“ für Olympische und Paralympische Spiele sei derzeit nicht möglich, da Wettbewerbsorte, Sicherheitskonzept und Zuständigkeiten noch ungeklärt seien.

„Der Senat versucht, den Berlinerinnen und Berlinern weiszumachen, dass es teurer sei, die Spiele nicht auszurichten, als sie durchzuführen“, schreibt „NOlympia“-Sprecherin Gabriele Hiller. Das Bündnis jedenfalls will das Volksbegehren „mit aller Kraft“ vorantreiben.