„Weiter so!“ gewollt: Grüne, Linke und Teile der SPD schreiben Papier für Rot-Rot-Grün

Politiker fordern in einem Papier die „sozial-ökologische Transformation“ Berlins. Mit Blick auf die neue Koalition steht der SPD auch deshalb Streit bevor. Von Julius Betschka
 

„Weiter so!“ gewollt: Grüne, Linke und Teile der SPD schreiben Papier für Rot-Rot-Grün
Lederer, Müller und Pop schauen im Dezember 2016 in den Koalitionsvertrag von SPD, Linken und Grünen. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Apropos verzeihen: Kaum entschuldbar wäre es für Teile der SPD, wenn Spitzenkandidatin Franziska Giffey das bisherige rot-rot-grüne Bündnis nicht mit einem kräftigen „Weiter so!“ fortführt. Unter einem Papier für die „sozial-ökologische Transformation“ Berlins finden sich neben dem grünen Stadtrat Florian Schmidt und Ex-Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) erstaunlich viele SPD-Politiker. Darunter auch so prominente wie Mittes Baustadtrat und Ex-Staatssekretär Ephraim Gothe, dazu einige Mitglieder der Neuköllner SPD, Giffeys Heimatverband, und der gesamte Fachausschuss Europa der SPD. Bereits Anfang der Woche sprachen sich vier große SPD-Kreisverbände für die Rot-Rot-Grün aus – sie stellen eine knappe Mehrheit der Delegierten auf Parteitagen. Egal, wie die SPD-Spitze entscheidet: Den Sozialdemokraten drohen heftige Debatten. Am ehesten versöhnlich stimmen, ist aus dem Landesvorstand der Partei zu hören, könnte wohl ein Ampel-Bündnis. So es denn zustande käme. Am Mittwoch um 7 Uhr treffen sich SPD und FDP erneut. Am Donnerstag um 8.30 Uhr sind Grüne und FDP verabredet. Hauptsache, die Suppe schmeckt.