Kevin Kühnert greift Immobilien-Mogul Akelius scharf an
Vom Spritzen zum Deckeln: Roger Akelius, Immobilienmogul aus Schweden, präsentiert sich gern als Wohltäter. Die Gewinne spende er an Wohltätigkeitsorganisationen, sagt er im Tagesspiegel-Interview (T+). Deshalb seien niedrigere Mieten bei seinen 14.000 Wohnungen in Berlin kontraproduktiv. „Soll die Stiftung lieber den rot-rot-grünen Aktivisten helfen statt 200 Kinder in Kambodscha vor dem Verhungern zu bewahren?“ Der Mietendeckel habe seine Wohltätigkeit verhindert, behauptet er: „Rot-Rot-Grün stiehlt Geld von leidenden Kindern.“
SPD-Bundesvize Kevin Kühnert bezeichnete Akelius (das Dossier zur Firma gibt’s hier) am Donnerstag als „zynischen Großgrundbesitzer“. Er sagte: „Hungernde Kinder in Kambodscha gegen Mieter:innen in Berlin auszuspielen, ist ein so absurdes Beispiel für Opferkonkurrenz, wie ich es selten erlebt habe." Akelius‘ Aussagen dürften die politische Lage für seinesgleichen eher verschlimmern: 47 Prozent der Berliner sind laut einer Civey-Umfrage des Tagesspiegels mittlerweile für Enteignungen. Im aktuellen „Berlin Trend“ sprechen sich 75 Prozent der Befragten für einen bundesweiten Mietendeckel aus.