Fragwürdige Methoden bei Neuköllns Antifaschisten
Neukölln ist zum Glück nicht überall. Denn der politische Kampf im Kiez um neue Rechte, alte Rechthaber und vermeintlich über dem Recht stehende Aktivisten nimmt bedrohliche Formen an. Nachdem zuletzt die Redaktion der Zeitung „Kiez und Kneipe“ von Linken bedroht worden war und wegen Drucks auch auf die Anzeigenkunden um die Existenz bangen musste, weil sie zu einer Lokaldiskussion auch den örtlichen AfD-Kandidaten Andreas Wild eingeladen hatte (der inzwischen aus der AfD-Fraktion geworfen wurde, weil er selbst der zu rechts ist), muss nun der von Israelis betriebene Buchladen „Topics“ auf der Weserstraße den politischen Glaubensgrabenkämpfen weichen. Weil der Laden eine Diskussion über den faschistischen italienischen Autor Julius Evola veranstalten wollte, wurden die Israelis selbst als Faschisten beschimpft; mit dem Shitstorm brachen die Umsätze ein. Seit dem Wochenende ist das Geschäft dicht. Neuköllns antifaschistische Szene, die in einem neuen Schreiben an den Tagesspiegel ihren Druck auf „Kiez und Kneipe“ als legitim darstellt („Die Pressefreiheit wurde nicht angegriffen.“), hat erneut Andersdenkende eingeschüchtert und aus der Öffentlichkeit gedrängt. Was ist an diesen Methoden eigentlich antifaschistisch?