Teurer Ausflug der Berliner Bauverwaltung: Messebesuch für knapp 70.000 Euro
Während Klassenfahrten für Schulen gestrichen werden, gönnen sich Mitarbeitende der Senatsverwaltung für Bauen und Wohnen eine München-Spritztour mit „Fachprogramm und Paneldiskussion“. Von Margarethe Gallersdörfer
Schaurige Abrechnungen: Anfang Oktober reisten Mitarbeiter:innen der Senatsverwaltung für Bauen und Wohnen nach München. Auf der ImmobilienMesse Expo-Real errichtete man einen Gemeinschaftstand. Der vereinte „öffentliche und private Unternehmen aus den Bereichen der Wohnungs-, Bau- und Immobilienbranche sowie Berliner und Brandenburgische Verwaltung unterschiedlicher Ebenen“, erklärte SPD-Staatssekretär (und Kuchen-Connaisseur) Alexander Slotty auf eine Anfrage der Linke-Abgeordneten Katalin Gennburg. Außerdem schmiss der Senat ein „umfassendes und gut besuchtes Fachprogramm mit Paneldiskussionen“.
Klingt ja ganz spaßig, bis zum Kostenpunkt: 67.500 Euro durfte der Steuerzahler für die München-Spritztour hinblättern. Halt, nicht ganz: Hinzu kamen noch nicht genauer aufgeführte Reise- und Übernachtungskosten, sowie 2235 Euro „Gebühren“. Darunter: 490 Euro für den Posten „Print@Home-Ticket/Ausstellerausweis (gültig für alle drei Messetage)“. Wäre ja noch schöner. Team Checkpoint meint: 2025 gerne ein paar Klassenfahrten streichen! Aber nicht für Schüler:innen…