Intensivpflegerin Melanie Baier: „So langsam denkt man, es kommt kein Ende“
Wo Politik sich Zeit lässt, versucht das medizinische Personal, die Last der Pandemie irgendwie zu schultern. Vor gut zwei Monaten war Melanie Baier, Intensivpflegerin der Charité, in unserem Podcast „Eine Runde Berlin“ zu Gast (hier und auf allen Podcast-Plattformen abrufbar). Die aktuellen Meldungen von den zunehmend ausgelasteten und überlasteten Intensivstationen haben wir zum Anlass genommen, nochmal nachzuhören, wie es ihr geht.
Zur Erinnerung: Im Februar hatte sie angekündigt, dass ihre Station, die Herzchirurgische, den Corona-Betrieb einstellen und den Normalbetrieb wieder aufnehmen soll. Das ist auch passiert. Allerdings nur für einen Monat (März). Seit Gründonnerstag behandeln Baier und ihre Kolleg:innen wieder ausschließlich Covid-Patient:innen. Dazu Baier: „Die Situation ist beängstigend und ermüdend. Man nimmt das erstmal so hin und kneift die Pobacken zusammen. Keine Ahnung, wie lange wir dieses Mal durchhalten müssen.“ Ein Ende sei „nicht in Sicht“.