Kita-Streik fliegt Verdi um die Ohren

Der Kita-Streik für einen „Entlastungstarifvertrag“ (morgen geht’s damit weiter) fliegt Verdi und der solidarischen GEW um die Ohren – in einem offenen Gruppenchat (liegt dem Checkpoint vor) werden die Gewerkschaften von genervten Eltern massenweise und massiv kritisiert.

Frechheit, wie Verdi vorgibt für das Wohl der Kinder zu agieren“, heißt es da, oder auch: Die „Damen und Herren von Verdi“ wollten wohl mit dem Streik „ihren Job rechtfertigen können“, während „einige Eltern kurz davor stehen ihren Job zu verlieren, weil die Arbeitgeber nicht mehr mitziehen und keine Geduld mehr haben“. Ein anderer Betroffener schreibt: „Meine Winterurlaubstage habe ich durch die ganzen Streiks vorgezogen und schon fast aufgebraucht.“ In einem weiteren Beitrag heißt es: „Ich stehe vor einem großen Fragezeichen, wie ich das jemals allein auffangen soll.“ Und eine Mutter schimpft: „Dann werde ich mich wohl kündigen lassen müssen und meinen Unterhalt vom Staat beziehen, damit mein Kind die Einrichtungen nicht weiter belastet.“

Die Reaktion der Gewerkschaft? Die schauen wir uns auch noch kurz an – die Chat-Organisatorin von Verdi schreibt: „Ich möchte an den Sinn und Zweck dieses Chats erinnern.“ / „Wenn ihr nicht mitkämpfen wollt, verlasst diesen Chat.“ /
„Das ist am Ende immer noch ein ver.di Chat.“ / „Ich muss diesen Chat jetzt schließen.“

Checkpoint-Analyse: Im Trotzalter stecken geblieben. (Mehr zum Kita-Streik, der in der kommenden Woche weitergehen soll, können Sie hier unter diesem Link im Beitrag meiner Kollegin Susanne Vieth-Entus lesen).