Paarungszeit sorgt für Kämpfe zwischen Berliner Feldhasen

Kurz vor dem Osterfest jagen Häsinnen und Rammler sich gegenseitig über die Felder der Hauptstadt. Dabei kommt es zu „spektakulären“ Auseinandersetzungen, findet Wildtierexperte Derk Ehlert. Von Daniel Böldt und Jessica Gummerbach.

Paarungszeit sorgt für Kämpfe zwischen Berliner Feldhasen
Foto: Imago / Imagebroker / Kevin Sawford

die wichtigste Frage zuerst: Was treiben eigentlich Berlins Feldhasen kurz vor Ostern? „Sie boxen sich durch die Landschaft“, sagt Wildtierexperte Derk Ehlert auf Checkpoint-Anfrage. Die Paarungszeit läuft, Häsinnen und Rammler jagen sich gegenseitig über die Felder, „es werden spektakuläre Kämpfe ausgetragen“. Besonders gut zu beobachten sei das unter anderem auf den Lübarser Feldern, den Falkenberger Rieselfeldern und an den Grenzen zu Großbeeren und Blankenfelde, „vor allem in den frühen Morgen- und den späten Abendstunden“.

Ehlert vermutet, dass noch 50 bis 100 Feldhasen in der Stadt leben. Besonders wohl fühlt sich eine Gruppe seit Jahrzehnten zwischen den Plattenbauten in Lichtenberg, Marzahn und Hellersdorf. Feldhasen sind anspruchsvoll, brauchen Büsche zum Verstecken sowie Gräser und Kräuter. Hitze und Trockenheit setzen ihnen dagegen zu. „Der Bestand hat in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen“, sagt Ehlert, langfristig werde es eng für den Feldhasen in Berlin. Aber noch nicht zu Ostern.