Pyrotechnikfirmen befürchten Insolvenz
Kein Auge trocken bleibt sonst Silvester in Berlins Böllerbezirken (Erinnerungsvideo hier). Diesmal aber wird das gesamte Feuerwerk trockengelegt. Es gilt ein stadtweites Aufenthaltsverbot und die Pyroproduzenten müssen alle ausgelieferten Waren auf eigene Kosten zurückholen. Die Branche fürchtet um ihre Existenz, wie eine Checkpoint-Umfrage ergab. Die Firma Nico bangt um 100 Arbeitsplätze, auch in Berlin: „Wir erwirtschaften fast 100 Prozent unseres Jahresumsatzes an den drei Verkaufstagen vor Silvester.“ Die Firma Weco, die 130.000 Paletten einlagern muss, spricht vom „absoluten Worst Case“. Geschäftsführer Thomas Schreiber fürchtet „die Insolvenz unseres Unternehmens sowie des gesamten Wirtschaftszweigs“. Und der Himmel wird nicht schwarz zu blau.
Immerhin sind Feuerwerkskörper – trocken und kühl gelagert – fast für die Ewigkeit gemacht. „Es ist höchstens so, dass die Leuchtkraft mit den Jahren und Jahrzehnten ein bisschen schwächer wird“, erzählt Ingo Schubert von der Berliner Firma „Pyrogenie“ am Checkpoint-Telefon. „Wir haben sogar mal zwanzig Jahre altes Feuerwerk geschossen, das waren Restbestände, und die haben auch funktioniert.“ Damit ist klar: 2040 wird der Knaller.