Trotz Bitten des Antisemitismusbeauftragten: NOFV bleibt bei Werbung von TEBE hart
Themenwechsel: Manuel Neuer läuft mit Regenbogenarmbinde auf, die Nationalmannschaft unterstützt die Kampagne „Nein zu Rassismus“, jedes Jahr vergibt der DFB den Julius-Hirsch-Preis gegen Rassismus. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat Tennis Borussia Berlin trotzdem Trikotwerbung durch den gemeinnützigen Opferfonds CURA untersagt, der Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt unterstützt (CP von gestern). Schon Ende Juli hatte sich deshalb Sigmount Königsberg schriftlich an den NOFV gewandt.
In einer Mail wies der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin auf das eigene Engagement des DFB hin und schrieb dazu: „Ich würde Sie bitten, Ihre Entscheidung zu revidieren.“ Die Bitte soll mit dem Hinweis darauf abgelehnt worden sein, dass es bei der Aktion ausschließlich und einseitig um Opfer rechter Gewalt ginge. Königsberg hat dafür kein Verständnis. Er sagte dem Checkpoint: „Die Unterstützung und Solidarität mit denen, die von rassistischer, LGBTI-feindlicher, misogyner und antisemitischer Gewalt betroffen sind, stärkt die Angegriffenen und setzt klare Signale gegen die Gewalttäter.“ Das gilt beim DFB anscheinend nur, wenn es nebenher auch der Eigenwerbung dient.