Flohmarkt am Mauerpark öffnet später
Wie ein Sack Flöhe dürfen die Leute ab jetzt nicht rumrennen, auch nicht auf den Flohmärkten der Stadt. Am Mauerpark in Prenzlauer Berg, wo am Pfingstwochenende die Aluwutbürger für das Recht auf Ansteckung protestieren wollen, wartet Flohmarktbetreiber Rainer Perske lieber mit der Öffnung der Stände bis Mitte Juni, wie er meinem Kollegen Christian Hönicke verraten hat (Probeabo seines Kiezhausen-Newsletters hier). „Ich will nicht, dass der Mauerpark zum Ischgl von Berlin wird“, sagt Perske mit Blick auf die Corona-Karaoke in den österreichischen Skiferien. Der Händler, nach einem Schlaganfall selbst Risikopatient, trödelt lieber mit seinem Trödelmarkt. „Wir haben ungefähr die Besucherzahl eines Hertha-Heimspiels, und die spielen derzeit ja auch ohne Publikum.“ Für Hertha, gerade mit dem nächsten neuen Trainer auf dem Weg zur Fußball-Geisterschaft, scheint dieses Konzept erfolgreich zu sein; für einen Markt dagegen stände die Zeit ohne Besucher so still, wie ein Stadion ohne Fans leise ist.