Stillstand nach Vergabestreit: Schultransport für Lichtenberger Förderschüler entfällt

Für die Förderschüler der Nils-Holgersson-Schule in Lichtenberg ist vorerst Schluss mit Busfahrten. Das Schulamt verspricht schnelle Abhilfe – bis dahin sollen Eltern Taxikosten einreichen. Von Margarethe Gallersdörfer und Sönke Matschurek.

Stillstand nach Vergabestreit: Schultransport für Lichtenberger Förderschüler entfällt
Credit: dpa / Marcus Brandt

Anderswo sind die Probleme noch grundsätzlicher: Heute ist vorerst der letzte Tag, an dem 122 Förderschüler mit geistiger Beeinträchtigung der Nils-Holgersson-Schule in Lichtenberg noch mit dem Bus zum Unterricht gelangen. Bei der öffentlichen Ausschreibung der Schülerbeförderung hatte ein unterlegener Anbieter geklagt (CP vom 10. September) und ein Zuschlagsverbot erwirkt. Das Schulamt hatte die Beförderung noch eine Weile sichern können (durch eine Vertragserweiterung um zehn Prozent), doch nun ist der zulässige Rahmen ausgereizt. „Das Schulamt arbeitet mit hoher Dringlichkeit daran, zeitnah wieder Beförderung anzubieten“, sagte eine Sprecherin des Schulamtes dem Checkpoint. „Es ist optimistisch, dass nach den Weihnachtsferien eine Lösung besteht.“ Bis dahin können Eltern, die ihre Kinder nicht in die Schule begleiten können, beim Schulamt Rechnungen für Taxifahrten einreichen.