Spitzen von CDU und SPD streiten sich öffentlich
Damit schalten wir ins Bonner Bundesdorf am Berliner Reichstag. Hier herrscht die große Koalitionskonfusion. Denn die SPD, inzwischen Schlummernde Partei Deutschlands, hat doch noch zwei nicht ganz so kleinkarätige Kandidaten für ihren Parteivorsitz gefunden: Bedächtigkeitspräsidentin Gesine Schwan und Parteipoltervize Ralf Stegner wollen antreten. Was allerdings CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zum Nachtreten veranlasste: „Stegner hat nun doch eine Frau gefunden … Wenn beide noch den Kevin adoptieren, könnten wir eine Neuauflage von ’Eine schrecklich nette Familie‘ aufführen. #Familientherapie“. Was wiederum SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil familiär konterte: „Sehr halbstark, Paul. Verächtlich über Menschen reden, die sich engagieren. Aber wenigstens hört man überhaupt mal wieder was von Dir.“ Und zu schlechter Letzt musste auch noch SPD-Selbstsprachrohr Johannes Kahrs umnachtet twittern: „Gesine ist die größte. Erst Kevin, jetzt Ralf. Bin gespannt, wen sie als nächsten aus dem Rennen nimmt. Beste Frau.“ Das nennt man wohl die heiße Phase des Wahlkrampfs.