Grüne diskutieren über Bergmannstraße als autofreie Zone

Exklusiv für Abonnenten: Zurück zu Kreuzberg und zu autolosen Alternativen. Nach den Parklets und grünen Punkten ist vor der autofreien Zone. Zumindest forcieren diese Idee, vom Checkpoint zur Zukunft der Bergmannstraße befragt, einige Grüne. Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende der Partei im Abgeordnetenhaus, findet das aktuelle Konzept „nicht radikal genug“. „Eine Option wäre: Man macht die Bergmannstraße zur Fußgängerzone. Damit kann ich gut leben.“  Die Kreuzberger Bundestagsabgeordnete Canan Bayram findet, eine autofreie Zone wäre „die rein grüne Lehre und kann in der Ecke durchaus zur Entlastung führen“. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann sagt: „Es ist denkbar, dass wir das im Rahmen der Begegnungszone ein paar Wochen testen. Wir müssen nur ein Konzept für den Lieferverkehr haben, beispielsweise durch höhenverstellbare Poller.“ Senatssprecher der Verkehrsverwaltung Jan Thomsen sagt, „ein entsprechender Versuch sei im Rahmen des Konzepts durchaus denkbar“. Es gehe schließlich darum, „auszuprobieren, was funktioniert“. Noch zu überwindende Hindernisse: Die anderen Parteien und der Bus 248, der aufgrund der Straßenbauarbeiten in der Friesenstraße aktuell durch die Bergmannstraße fährt. Geplant ist die Fertigstellung bis Ende Juli. Aber wir sind hier ja in Berlin. Zeit bleibt jedenfalls – sofern das Projekt „Begegnungszone“ nicht doch vorzeitig abgebrochen wird – bis Ende November.