Neun von zehn Radschnellwegen vorerst gestrichen, aber das Personal bleibt gleich

Was macht eigentlich das Personal der InfraVelo, nachdem die Verkehrsverwaltung es für angemessen befunden hat, neun von zehn geplanten Radschnellverbindungen vorerst nicht zu bauen und sieben nicht einmal mehr zu planen? Droht Kurzarbeit, wenn von 100 km nur 14 übrig bleiben? „Da das Aufgabenspektrum der GB infravelo weit über die Radschnellverbindungen hinaus geht, ist aktuell keine Kürzung bzw. Reduzierung des vorhandenen Personals vorgesehen“, schreibt die Verkehrsverwaltung auf CP-Anfrage und liefert vorsorglich die hauseigene Sprachregelung zu der Malaise mit: Demnach „gibt es für die Radschnellverbindungen bisher zwar unterschiedliche Planungsstände, aber keine Streichungen“. Die Haushaltslage verlange Priorisierungen – auch „einzelfallbezogen hinsichtlich der Frage, was überhaupt und unter welchen Voraussetzungen realistisch umsetzbar ist“. Alle Planungen könnten später fortgesetzt werden. Und Geld sei auch nicht futsch, weil Aufträge jeweils nur für anstehende Teilleistungen wie die Vorplanung vergeben würden.

Für morgen Nachmittag rufen mehrere Verbände zu Protestfahrten auf, bei denen gegen den Stopp und für die Einhaltung des Mobilitätsgesetzes demonstriert werden soll.