Künstliche Intelligenz und menschlicher Humor
Das Tech-Unternehmen OpenAI (die mit ”ChatGPT“) wird eine Zweigstelle in Deutschland eröffnen – natürlich in der Hauptstadt, allerdings in der von Bayern. Warum? Hat CEO Sam Altman etwa Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) nicht zugehört, die die deutsche Hauptstadt zu „einem der innovativsten KI-Hotspots Europas“ erklärte? „Da die Chefin gerade in Terminen ist, antwortet Ihnen noch keine KI, aber der Sprecher: Natürlich werben wir aktiv international um Ansiedlungen“, schreibt Giffeys Sprecher Matthias Kuder gewitzt auf Checkpoint-Anfrage. „Dass auch München einen schönen Fluss hat, und wie Berlin auch top KI-Forschung, ist bekannt.“
Auf das Lob folgt ein Seitenhieb: „Kein Wunder also, dass die bayerische Hauptstadt neben Berlin der zweitwichtigste KI-Hotspot in Deutschland ist.“ Dann ein doppelter Haken: „Die German AI Startup Landscape, übrigens Made in Munich, ist da ganz klar: Auch 2024 dominiert Berlin wieder eindeutig als die deutsche Stadt mit der größten Anzahl an KI-Startups (209), während München (einschließlich Vororte) den zweiten Platz belegt (136).“ Schließlich beendet der Sprecher sein Statement mit Teamgeist: „Congrats an die Isar! Wir freuen uns, wenn Deutschland insgesamt als KI-Standort wächst, das ist gut für die ganze Wirtschaft.“ Erfrischend, wenn Niederlagen bei der künstlichen Intelligenz mit menschlichem Humor genommen werden.