„Schulzonen“ schaffen Sicherheit für Kinder – aber nur an einem Tag
Bereits heute werden auf Initiative von Eltern, Lehrerkräften und des Vereins „Changing Cities“ vor sechs Berliner Grundschulen temporäre „Schulzonen“ eingerichtet, damit die Kinder wenigstens auf den letzten Metern nicht gefährdet werden. Morgen und nächste Woche folgen ein Dutzend weitere Aktionen, und an diesem Wochenende wird auf vielen „Kidical Mass“-Fahrradkorsos für sichere Wege demonstriert. Den Status Quo illustriert die Überwachungsbilanz von Polizei und Ordnungsämtern zum Schuljahresbeginn: Mehr als 60.000 Anzeigen, 3400 umgesetzte Falschparker, der Schnellste raste mit Tempo 98 durch die 30er-Strecke an einer Schule. Entsprechend groß ist der Gewinn durch autofreie „Schulstraßen“, wie sie die Bruno-H.-Bürgel-Grundschule in Lichtenrade einen Monat lang erprobt und für gut befunden hat. (Interview mit dem Schulleiter hier.)