Berlins Gender Pay Gap: Unter Rot-Rot-Grün verdienten Frauen stabil zehn Prozent weniger
Seit 2016 setzte sich der rot-rot-grüne Senat angeblich für gleiche Löhne ein. Doch es tat sich nichts. In Giffeys Senatskanzlei sieht es noch schlimmer aus. Von Lorenz Maroldt.
Als Vorschau auf den internationalen Frauentag schauen wir heute schon mal zurück, und zwar auf die Entwicklung der Entgeltlücke, auch „Gender Pay Gap“ genannt. Rot-Rot-Grün hatte 2016 angekündigt: „Die Koalition setzt sich für die Entgeltgleichheit ein“ (Koalitionsvertrag, S. 100). Das Ergebnis: (Gehaltslücke zwischen Mann und Frau in Berlin, gleiche Arbeit): 2017: 10% / 2018: 10% / 2019: 10% / 2020: 10%). Es kommentiert Margaret Thatcher: „Wenn du etwas erledigt haben willst, frage eine Frau.“
Ok, dann fragen wir doch mal Franziska Giffey: Wie sieht es denn in der Senatskanzlei aus? Na ja, auch nicht so prickelnd: Hier kommen Männer in Vollzeit auf durchschnittlich 85.980 Euro brutto im Jahr, die Frauen auf 70.477 Euro (jeweils Beamte) – macht einen Unterschied von… Moment… etwa 18 Prozent. (Q: DS 19/10 946, Anfrage Maren Jasper-Winter).