Wo Berlin Energie sparen könnte

Ob hell erleuchtete Gebäude oder Kunstrasen, der in praller Sonne bewässert wird: In der Hauptstadt ist noch Luft nach oben, wenn es um Ressourcenschonung geht. Von Nina Breher und Thomas Lippold

Wo Berlin Energie sparen könnte
Überflüssiger Luxus oder notwendig, um zu sporteln? Die Bewässerung von Kunstrasen. Foto: Pius Koller/Imago

Seit Energiesparen zur ersten Bürger*innenpflicht avanciert ist, fällt mehr auf, wo Energie verschwendet wird. Eine Leserin schreibt, die BVG erleuchte ihre Büros in der Usedomer Straße „jede Nacht komplett und kontinuierlich“. Halb so wild, lässt BVG-Sprecher Jannes Schwentu wissen: Einige Bereiche „müssen (…) aus Gründen der Sicherung von Fluchtwegen ständig beleuchtet werden“, das betreffe jedoch nur Treppenhäuser sowie angrenzende Flure, „die auch sehr klein sind“. Zudem schalten Bewegungsmelder Licht an, wenn der Sicherheitsdienst vorbeikommt – für 15 Minuten. Bald soll eine bessere Lichtsteuerung verbaut werden.

Feuchtfröhlich verschwendet wird im Wedding: Eine andere Leserin konnte es nicht fassen, als sie sah, dass der Kunstrasenplatz der Werner-Kluge-Sportanlage im Wedding in der Nachmittagshitze „volle Pulle“ bewässert wird. Vermeiden lasse sich das nicht, hieß es auf Nachfrage aus dem Bezirksamt Mitte. Kunstrasen werde vor allem zur Reduzierung der Oberflächentemperatur bewässert, jedoch auch für eine „gute Gleiteigenschaft“. Es wird vor dem Training gewässert, um die Verletzungsgefahr für die Kicker zu verringern. Nachts wässern geht leider nicht, „da die Trainings zumeist am Nachmittag stattfinden“. Checkpoint-Vorschlag: nachts trainieren, für den Klimaschutz! Ohne Licht natürlich, sonst gibt’s wieder Ärger (siehe oben).