FAS konstatiert „Das große Berliner Symboldesaster“

Das große Berliner Symboldesaster“ beschreibt Niklas Maak in der „FAS“ – es geht um das „Grüttoleum“ (auch als Museum der Moderne bekannt), das Schloss und die Einheitswippe. Ein Auszug:

Vor dem Schloss soll das Wiedervereinigungsdenkmal entstehen, eine begehbare Schale, die man als Krönung des Großen Berliner Symboldesasters bezeichnen könnte, wenn sie nicht eher wie eine Wippe aussehen würde. Sie wird auch wirklich wippen, denn sie soll vorführen, dass, wenn alle zusammen in eine Richtung marschieren, sich „etwas bewegt“, so wie die Menschen 1989 „etwas bewegt“ haben. Die Menschen bewegen sich auf der Wippe allerdings nicht in eine Richtung, sondern nach unten. Das heißt, wenn man die Metapher genau liest: Immer wenn in Deutschland viele Menschen in eine Richtung marschieren, geht es mit dem Land bergab. So gesehen könnte die Wippe auch ein Mahnmal für 1933 sein. Was mit Menschen passiert, die nicht mitmarschieren wollen, zeigt das Denkmal unfreiwillig auch: Sie hängen in der Luft.“