Schneeballschlacht und Luftschlösser in Polen: Was auf der Klausurtagung der Berliner CDU (nicht) geschah

Nach ihrer Rückkehr aus Warschau kündigten die Christdemokraten zwei brandheiße Ideen an. Allerdings sind ausgerechnet die ein alter Hut. Neuigkeitswert hatte nur eine Schneeballschlacht. Von Nina Breher und Anna Thewalt

Schneeballschlacht und Luftschlösser in Polen: Was auf der Klausurtagung der Berliner CDU (nicht) geschah
Eine Schneeballschlacht auf Europas höchstem Wolkenkratzer (li.) ist natürlich auch schön. Foto: Imago/Pond5 Images

Kai Wegner muss erstmal Piroggen und Wodka verdauen, bevor er sich Glühwein und Stollen zuwenden kann. Die Berliner CDU-Delegation kehrte nämlich am Sonntag von ihrer Klausurtagung in Warschau zurück.

Sie erreichte Berlin mit zwei Ankündigungen: Erstens will die CDU-Fraktion erneut über eine Bebauung des Tempelhofer Feldes abstimmen lassen, zweitens mehr Hochhäuser in Berlin. Moooment! Haben Sie auch irgendwie ein Déjà-vu? Kein Wunder: Schon Anfang Oktober ließ die CDU die Stadt wissen, „noch in dieser Legislaturperiode“ erneut „darüber abstimmen“ zu lassen. Und einen Plan für mehr Hochhäuser mit dem catchy Slogan „radikal vertikal“ hatte die Fraktion bereits bei ihrer Klausurtagung 2022 in Düsseldorf beschlossen.

Neu war eigentlich nur die Schneeballschlacht, die sich die Abgeordneten Christopher Förster und Alexander Herrmann auf dem höchsten Gebäude der EU, dem Warschauer Varso Tower, lieferten. Einen Gewinner gab’s leider nicht. Der soll erst „auf einem der vielen neuen Berliner Wolkenkratzer abschließend“ ermittelt werden, sagten die dem Checkpoint. Radikal vertikal, Sie wissen schon.