Verrechnet
Zum Himmel stinken bekanntlich auch die meisten Meldungen aus unseren sogenannten Bildungsanstalten, neuestes Beispiel aus Tempelhof-Schöneberg: 90 schulpflichtige Kinder können derzeit nicht unterrichtet werden, weil keine der 50 Schulen im Bezirk sie aufnehmen kann. „Wir standen in den vergangenen Jahren noch nie zu einem solch frühen Zeitpunkt vor der Herausforderung, mit einer Warteliste arbeiten zu müssen“, schreibt Steffen Künzel, Fachbereichsleiter im Schulamt, in einem Brandbrief an die Schulleiter. Es handelt sich um Kinder, die kaum Deutsch sprechen und deswegen besondere Förderung erhalten müssten. Die Schulen argumentieren mit fehlendem Platz und Personal. Die Schuld dafür sieht Künzel bei der Schulverwaltung (Scheeres), die den Bedarf heruntergerechnet habe. Fürs neue Schuljahr fehlen an den Berliner Schulen übrigens noch 9500 Plätze. Wenn hier jemand rechnen könnte, würden wir sagen: Geht nicht auf.