Nur noch eine Senatorin scheppert im Diesel durch Berlin

Der Senat hatte sich vorgenommen, die komplette Dienstwagenflotte bis 2026 auf Elektro umzustellen – und, Überraschung: Das läuft gar nicht mal so schlecht. Von Thomas Lippold und Anke Myrrhe

Nur noch eine Senatorin scheppert im Diesel durch Berlin
Immer weniger Senatspersonal ist auf einen Dieselzapfhahn an der Tankstelle angewiesen. Foto: Marijan Murat/dpa

Apropos Fahren: Die Innensenatorin ist übrigens auch die einzige, die noch im Diesel durch die Stadt scheppert (gern auch mal in Begleitung ihres Ehemannes, CP vom 11.02.). Der Senat hatte sich vorgenommen, die komplette Dienstwagenflotte bis 2026 auf Elektro umzustellen – und, Überraschung: Das läuft gar nicht mal so schlecht. Die Senatorinnen und ihre Staatssekretäre (und andersrum) sind inzwischen überwiegend elektrisch unterwegs, von 36 Fahrzeugen sind 19 reine E-Autos und zwölf Benzin-/Plug-In-Hybriden, von denen gut die Hälfte demnächst durch Audi e-trons ersetzt wird (bereits bestellt).

Während bei den übriggebliebenen Innensenatorin Spranger (BMW 730d Limousine), der Regierenden Franziska Giffey (Daimler MB S-Guard) und Innenstaatssekretär Torsten Akmann (BMW 530i Limousine) mit Sicherheitsgründen argumentiert wird, hat Senatskanzleichef Severin Fischer (BMW 520i Touring) bereits einen Audi e-tron bestellt. Dass außerdem nur noch Markus Kamrad (Audi A4 Limousine Advanced 35 TFSI), Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, kein grünes Auto bestellt hat, ist sicherlich ein reines Versehen. (Q: Anfrage des Stefan Taschner/Grüne)