Freigabe von Astrazeneca in Berlin überfordert Hausärzte

Astra für alle! Wie das Bier soll auch der Impfstoff in Berlin nicht schal werden; nun darf er von den Hausärztinnen und Hausärzten verimpft werden (Infos hier). „Unsere hocheffektiven Impfstoffe werden die Pandemie in diesem Ausmaß definitiv beenden“, sagte Impfstoff-Forscher Erik Sander von der Charité gestern beim Tagesspiegel-Talk (nachzusehen hier). Allerdings sind in der Praxis die Praxen schon jetzt völlig überrannt von Impfwilligen. Und alle anderen Wehwehchen wollen ja auch verarztet werden. 37 Abstriche, 58 weggedrückte Telefonnachrichten, 124 Patienten und bis zu 31 Spritzen am Tag bringen Ulrike Leimer-Lipke und ihr Team in ihrer Praxis in Lübars hinter sich. „Teilweise rufen die Leute nachts noch an“, erzählt die Allgemeinmedizinerin, die mit 59 Jahren plötzlich eine Schwerpunktstelle im Kampf gegen Corona leitet. Sie zeigt damit, was unser Gesundheitssystem außer Impfstoff noch so alles braucht, um selbst zu gesunden: mehr Menschen.