Museen arbeiten an Plänen für den Notfall: Energieschwankungen gefährden Berliner Gemälde und Kunstwerke

Nicht nur Kälte, sondern auch Luftfeuchtigkeit kann in diesem Winter für Museen zum Problem werden. Gegen Stromausfälle wappnen sie sich deshalb jetzt schon. Von Robert Ide

Museen arbeiten an Plänen für den Notfall: Energieschwankungen gefährden Berliner Gemälde und Kunstwerke
Vor der letzten Teileröffnung des Humboldt Forums stehen die sogenannten Benin Bronzen in den Ausstellungsräumen. Foto: dpa/Wolfgang Kumm

In Zeiten vieler Krisen gibt es viele Notfallszenarios. Berlins Museen bereiten sich nach Checkpoint-Informationen auf mögliche Stromausfälle im Mangelwinter vor – und wollen ihre wertvollen Gemälde vor dem Schlimmsten schützen: einer sich verändernden Luftfeuchtigkeit. „Es gibt Notfallpläne, die fortgeschrieben werden, um auch auf mögliche Versorgungsengpässe oder längerfristige lokale Ausfälle der Stromversorgung vorbereitet zu sein“, bestätigt ein Sprecher der Staatlichen Museen zu Berlin dem Checkpoint. Denn: „Möglichst gleichbleibende klimatische Bedingungen sind für den Erhalt von Kunst- und Kulturgütern immens wichtig.“

Natürlich gibt es große Unterschiede bei den Gemälden, Skulpturen und historischen Objekten – je nach Beschaffenheit, Materialzusammensetzung und Alter. Kühle kann für manche Bilder sogar konservierend wirken. Wichtiger ist die von den Klimaanlagen kontrollierte Luftfeuchtigkeit. Die Staatlichen Museen erklären es so: „Steigt die Luftfeuchtigkeit über ein bestimmtes Maß, besteht bei organischen Materialien wie Papier die Gefahr der Bildung von Stockflecken und Schimmel; ist sie zu niedrig, entstehen Risse in Holztafelgemälden oder historischen Möbeln.“ Auch Berlins Erinnerung braucht Strom. Damit uns ihre Energie erhalten bleibt.