Tiergeschichten, die untergingen: Berliner Jäger muss Fuchs aus einer Teestube im Auswärtigen Amt holen

Eine vermeintliche Löwin hat anderen Tieren ihre fünfzehn Minuten Ruhm gestohlen. Dabei bemühten sich ein Fuchs, ein Leguan und sogar eine Nasenbärin redlich. Ein Nachtrag von Lorenz Maroldt.

Tiergeschichten, die untergingen: Berliner Jäger muss Fuchs aus einer Teestube im Auswärtigen Amt holen
Foto: action press/Sebastian Semmer

Im Schatten der wilden Löwenjagd gingen in den vergangenen Tagen einige andere Tiersichtungen leider weitgehend unter – wir tragen sie Ihnen an dieser Stelle nach:

Ein kleiner Fuchs flitzte am Donnerstagmorgen ins
Auswärtige Amt und suchte zielgerichtet die Teeküche auf. Dort wurde er von einem Jäger eingefangen, fotografiert und im Tiergarten ausgesetzt. Oder war es vielleicht doch ein Puma?
  
Ein junger Leguan schaute ebenfalls am Donnerstag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vorbei – auf einem Foto der Veterinäraufsicht sieht er allerdings eher aus wie ein Drache.

Was kommt als nächstes? Ein Hai im Finanzministerium, der doch nur ein Hecht ist? Ein Krokodil im Bauministerium, das gerne Kekse frisst? Ein Elefant im Kanzleramt? Wir stellen jedenfalls fest: Trotz schlechter Umfragewerte ist die Bundesregierung offenbar tierisch beliebt.

Unterdessen gelang im Dessauer Tierpark der Nasenbärin Nele die Flucht – und auch das am vergangenen Donnerstag! Nele könnte also inzwischen im Regierungsviertel angekommen sein – aussagekräftige Beweisbilder bitte an checkpoint@tagesspiegel.de. Aber achten Sie darauf, dass es sich wirkliche um eine Bärin handelt und nicht wieder um eine als Wildschwein verkleidete Ente.