Berlins Wald im Wandel: Mehr Laub, weniger Kiefern
Trockenheit und Hitze setzen den Berliner Wäldern zu. Um diesen besser zu trotzen, werden die instabilen Kiefermonokulturen seit rund 30 Jahren zu Laubmischwäldern umgebaut. Von Jessica Gummersbach.
Zum heutigen Internationalen Tag des Waldes halten wir fest: Mein Freund, der Baum, ist krank. Nur vier Prozent der Berliner Bäume sind gesund,zeigt der Waldzustandsbericht 2024. Hauptgründe: Trockenheit und Hitze. Damit Berlins Wälder nicht langfristig wie der Gendarmenmarkt aussehen, werden sie seit rund 30 Jahren umgebaut. „Eine Jahrhundertaufgabe“, schreibt die Umweltverwaltung auf Checkpoint-Anfrage.
Aus „naturfernen, brand- und sturmgefährdeten, instabilen“ Kiefermonokulturen werden widerstandsfähige Laubmischwälder. Dafür wurden in den letzten zehn Jahren jährlich rund 300.000 bis 500.000 Laubbäume gepflanzt, pro Jahr wachsen so rund 100 Hektar Mischwald. Die Hauptstadtwälder seien daher heute in weiten Teilen gut durchmischt. Der Beweis: Berlin sei eines der wenigen Bundesländer, das keine flächigen Schäden durch Insekten oder Sturm beklagen müsse – und auch Waldbrände blieben die Ausnahme.